Celler Geschichte

Celler Geschichte

Bei Annäherung der Alliierten am 7. April 1945 stellte die SS im Außenlager Salzgitter-Drütte einen Räumungstransport mit Zielort KZ Bergen-Belsen zusammen. Dort wurden auch Zwangsarbeiter eines Lagers aus Salzgitter-Bad zusammengezogen, und wahrscheinlich kamen weitere Häftlinge aus Holzen (bei Eschershausen) hinzu. In der Nacht zum 8. April wurden 3.800[4] bis 4.500 Männer, Frauen und Jugendliche mit einem Zug abtransportiert. Der Zug erreichte am Nachmittag den Celler Güterbahnhof.

Bevor die Fahrt am Abend planmäßig fortgesetzt werden konnte, setzte ein schwerer Luftangriff auf Celle ein. Auch der Zug war getroffen. Nach einigen Angaben kamen bei diesem Luftangriff über die Hälfte der Häftlinge ums Leben; andere halten eine Zahl zwischen 400 und 1.000 für wahrscheinlicher.[5]
Überlebende Häftlinge flohen in ein nahegelegenes Waldgebiet, das Neustädter Holz, oder tauchten im Stadtbereich auf. Auf der Suche nach Schutz, Nahrungsmitteln und Zivilkleidung drangen einige der Flüchtlinge in Läden und Privathäuser ein, deren Bewohner sich im Luftschutzkeller aufhielten. Während manche zunächst ungestört blieben oder man sie gewähren ließ, wurden andere von Einheimischen umgehend vertrieben.

[cue id=“61″]

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.